Unser Wald – Wundertüte für Klima- und Umweltschutz

Bild: André Reggentin
Bild: André Reggentin
Wer hätte das gedacht: Rund 90 Milliarden junge und alte Bäume wachsen in deutschen Wäldern. Fast ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands ist bewaldet. Damit zählt unser Land zu den waldreichen Ländern dieser Erde. Doch unser Wald macht Sorgen. Die Wetterextreme der vergangenen Jahre sind ihm nicht bekommen – von Sturm bis Trockenheit. CDU-Politiker haben deshalb den „Masterplan für Deutschlands Wälder“ ins Leben gerufen.

 Es geht nicht nur um Klimawandel – aber auch: Denn mehr als 100 000 Hektar Wald wurden im letzten Jahr zerstört, vor allem durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer. Diese Fläche muss gereinigt und wieder aufgeforstet werden. „Wir stehen vor einer immensen Aufgabe, die wir alle gemeinsam – Bund und Länder – angehen müssen“, sagt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Die Waldbesitzer allein sind mit dieser Aufgabe überfordert. Deshalb sollen Bund und Länder sie dabei unterstützen.

Die Schäden sind ernst. Aber die Statistik zeigt auch: Die Schadfläche beträgt weniger als 1 Prozent des Gesamtbestandes. Gemeinsam lässt sich die Aufgabe meistern. Der „Masterplan für Deutschlands Wälder“ macht dazu konkrete Vorschläge: Nach der Schadensbeseitigung soll es einen klimaangepassten Waldumbau und nachhaltige Bewirtschaftung geben.

 

… denn unser Wald schützt das Klima

Bäume entziehen der Atmosphäre CO2; sie verringern damit automatisch das klimaschädliche Kohlendioxid. Gleichzeitig liefert er Baustoffe und Rohstoffe, die CO2 speichern. Doch nur nachhaltig bewirtschafteter Wald kann diese Aufgaben erfüllen.

 

… denn unser Wald filtert Wasser

Waldböden sind perfekte Wasserfilter. Muss andernorts viel Geld in Filteranlagen gesteckt werden, macht das der Wald ganz alleine – und das ohne eine teure Entwässerung und Kanalisation. Der Wald bietet viele Bodenschichten, durch die das Regenwasser fließt, bevor es den Grundwasserspiegel erreicht. Jede dieser Bodenschicht ist Teil eines ausgeklügelten Filtersystems.

 

… denn unser Wald schafft Jobs.

Im Jahr 2017 waren 33 500 Menschen sozialversicherungspflichtig in der Forstwirtschaft tätig. Nachhaltige und klimaschonende Forstwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der hohes Fachwissen, ein breites Aufgabenspektrum und eine wichtige gesellschaftliche Funktion vereint. Hinzu kommt eine um ein Vielfaches höhere Anzahl an Beschäftigten, die mittelbar mit dem Wald zu tun haben, z. B. im (Holz-)baugewerbe, im Tourismus, in der (holz-)verarbeitenden Industrie.

 

… denn unser Wald ist Heimat.

Der Wald und die Deutschen haben eine ganz besondere Beziehung. Der Wald ist Namensgeber vieler Landstriche – vom Bayerischen und Pfälzer Wald über Schwarzwald und Thüringer Wald bis zu den „dunklen Kiefernwäldern“ in der Mark Brandenburg. Der Wald ist Ort der Erholung – für Wanderer, Mountainbiker, Jogger, E-Bike-Radler. Schöne Wälder sind touristische Highlights. Der Wald ist aber nicht nur Heimat für uns Menschen, sondern für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. In Zeiten, in denen wir für Artenvielfalt kämpfen, kommt es ganz besonders auch auf intakte Wälder an.

 

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